Design-Challenge – Mein Kursprodukt

ISH Gruppe · Institut für Schulentwicklung und Hochschuldidaktik

10:00

Willkommen zur Design-Challenge!

In diesem Tool durchläufst du für dich selbst die sieben Phasen eines Design-Thinking-Prozesses. Am Ende steht dein persönlicher Prototyp: das „Produkt“, das du während unseres Kurses entwickeln möchtest.

„Produkt“ verstehen wir weit: Das kann ein Konzept sein, ein Unterrichtsmaterial, ein Tool, ein Ablauf, eine Vorlage, ein Fortbildungsbaustein – alles, was am Ende des Kurses greifbar vorliegt und in deiner Praxis wirksam werden kann.
Timeboxing ist ein wichtiger agiler Wert! Für jede Phase stellt sich der Timer (oben rechts) automatisch auf die empfohlene Zeit. 100 % Genauigkeit ist nicht wichtig – 80 % reichen aus. Wichtiger ist, dass du alle Phasen zusammenhängend durchläufst. → Bleib in den Timeboxen!

🔒 Deine Eingaben bleiben in diesem Browserfenster – nichts wird übertragen. Über 💾 Speichern lädst du jederzeit eine Datei herunter, die du später über 📂 Laden wieder öffnen kannst.

Phase 1 · Erkunden des Problemraums · Timebox ca. 10 min

Herausforderung definieren

Arbeitsauftrag

Formuliere deine persönliche Design-Challenge als „Problemfrage“. Die Problemformulierung nimmt den anvisierten Mehrwert in den Blick, der durch dein Produkt entstehen soll – nicht etwa konkrete Maßnahmen.

Beispiele für Problemfragen:

  • Wie steigern wir die Medienkompetenz unserer Lernenden?
  • Wie können wir unsere Konzepte so gestalten, dass sie wirksam für unsere Arbeit werden?
  • Wie können wir die Lernenden befähigen, selbstorganisiert zu arbeiten?
Kurzer Selbstcheck: Beschreibt deine Frage eine Erwartung / einen Mehrwert (gut!) – oder schon eine Lösung bzw. Maßnahme (dann noch einmal öffnen)?

Phase 2 · Erkunden des Problemraums · Timebox ca. 10 min

Den Problemkontext verstehen

Arbeitsauftrag „Problemschärfung“

Analysiere die in deiner Design-Challenge formulierte Problemstellung genauer. Nutze die Impulsfragen, um den Fokus zu setzen, und halte deine Gedanken auf Moderationskarten fest – eine Aussage pro Karte.

Deine Problemfrage:

Personengruppe

Wer hat „das Problem“?

Situation

In welchem Kontext existiert „das Problem“?

Problemstellung

Warum ist es „ein Problem“?

Denk auch an Rahmenbedingungen: Es gibt Fakten (Erlasslage, Technik-Iststand, Kompetenzen …), die als Rahmen akzeptiert werden müssen – sie mögen nicht immer optimal sein.

Phase 3 · Erkunden des Problemraums · Timebox ca. 15 min

Bedürfnisse verstehen – Quick-Persona

Arbeitsauftrag „Persona“

Definiere die Bedürfnisse deiner Zielgruppe näher, indem du eine „Persona“ erstellst – eine typische Nutzerin / einen typischen Nutzer deines zu entwickelnden Produkts.

Fülle die vier Felder aus. Tipp: Führe gedanklich ein fiktives Interview – stelle Fragen und antworte im Namen der Person.

Porträt & Name

Wie heiße ich? Wie sehe ich aus? Wie alt bin ich? Wo komme ich her?

Bedürfnisse & Ziele

Welche Bedürfnisse habe ich? Was möchte ich erreichen?

Aufgaben & Verhalten

Wie lebe ich? Was mache ich? Was für ein Typ / Charakter bin ich?

Barrieren & Probleme

Was hindert mich daran, meine Bedürfnisse / Ziele zu erfüllen?

Wenn du Zeit hast: Erstelle bewusst eine zweite Persona (über das Plus-Zeichen), um mehr Perspektiven auf deine Problemfrage zu gewinnen.

Phase 4 · Erkunden des Lösungsraums · Timebox ca. 15 min

Lösungshorizont aufspannen – WKW-Fragen

Arbeitsauftrag „Wie-könnten-wir-Fragen“ (WKW)

Mit Problemschärfung und Persona hast du die Anforderungen an deine „Problemlösung“ aus vielen Perspektiven beleuchtet. Jetzt ziehst du den Fokus enger: Formuliere „Wie könnten wir …?“-Fragen, welche die besonderen Anforderungen berücksichtigen.

Jede WKW-Frage bekommt – wie beim bunten A4-Papier – ihre eigene Farbe. Dieser Farbcode begleitet dich bis zum Ende des Prozesses.

Weniger ist mehr: Fokussiere lieber wenige „starke“ Fragen, anstatt mit vielen Fragen in die Breite zu gehen (2–4 Fragen sind ein guter Rahmen).

Phase 5 · Erkunden des Lösungsraums · Timebox ca. 15 min

Ideen entwickeln – Prototyping I

Arbeitsauftrag Prototyping I

Produziere möglichst viele Ideen, die eine Antwort auf deine WKW-Fragen geben. Masse statt Klasse! Sei „visionär und ungefähr“, nicht „realistisch und genau“.

Jede Idee wird einer WKW-Frage zugeordnet und übernimmt deren Farbe (Farbcode!). Noch wird nichts bewertet oder aussortiert – alle Ideen dürfen stehen bleiben.

Phase 6 · Erkunden des Lösungsraums · Timebox ca. 15 min

Ideen ausschärfen – Prototyping II

Arbeitsauftrag Prototyping II

Gehe deine Ideen mit prüfendem Blick durch – wie beim Feedback im Team: I like! / I dislike! / I’d like to mention…

Wähle die besten Ideen aus (Häkchen setzen) und entwickle sie zu „Prototypen 2. Ordnung“ weiter: Beschreibe konkreter, was das Produkt ist, was es leistet und was es für deine Persona verändert.

Phase 7 · Vereinbarungen · Timebox ca. 10 min · Your choice!

Präsentieren und Priorisieren

Arbeitsauftrag Priorisierung

Ordne deine Prototypen in das „Wow, How, Now, Ciao“-Diagramm ein – ziehe die Karten in das passende Feld (oder tippe eine Karte an und wähle das Feld). Keine langen Diskussionen mit dir selbst – entscheide zügig!

  • Wow! Originell + leicht umsetzbar – selten wie Einhörner. Wenn du so eine Idee hast: lass sie frei!
  • How? Originell, viel Veränderungspotenzial, aber schwer umzusetzen – hier werden dicke Bretter gebohrt.
  • Now! Wenig originell, aber einfach umzusetzen – hier warten die Quick Wins!
  • Ciao! Schwer umzusetzen und wenig originell: Weg damit!

Deine Prototypen

Karte einordnen:
− originell ++
−− leicht umsetzbar ++

How?

originell, schwer umsetzbar

Wow!

originell, leicht umsetzbar

Ciao

wenig originell, schwer umsetzbar

Now!

wenig originell, leicht umsetzbar

Ergebnis

Mein Kursprodukt – Ergebnisblatt

Das ist der Prototyp deines Entwicklungsprojekts. Drucke das Blatt aus oder speichere es als PDF (über 🖨 Drucken) und bringe es zum nächsten Seminartag mit. Sichere außerdem deinen Zwischenstand über 💾 Speichern, um später weiterzuarbeiten.